Straßenfest der Coop Möhrengasse

Gestern, also am 29.6., war Straßenfest der Food Coop Möhrengasse. Wir waren also auf Fact Findig Mission und hatten Glück, da wir eine Regenpause erwischt hatten. Dem Wetter entsprechend war aber nicht viel los auf dem Fest.

Die Große Mohrengasse war abgesperrt für das Straßenfest. Ich bin schon neugierig, was die Bezirksverwaltung in Favoriten sagt, wenn wir einmal eine Straße für ein Fest von unserer Coop absperren wollen.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Flohmarkt und ein Workshop zum Basteln von Marionetten hat auch stattgefunden. Wegen des Wetters mussten aber leider immer wieder alle Sachen irgendwo reingeräumt und dann wieder rausgeräumt werden.

Wir haben einen Mann der Coop gefunden, der uns jede Menge Infos gab.

Die Food Coop selber hat ein sehr tolles Lager! Es schaut so aus, als wäre der Raum früher ein Greißler oder so etwas gewesen. Auf jeden Fall ein sehr hoher Raum mit Gewölbe, was hohe Regale zulässt. Die Größe schätze ich auf 20 – 25 m2. Zum Glück trocken und ohne Getier, das Lagerware wie Getreide auffressen würde. Gekauft werden 25-kg-Säcke von der Coop. Mitglieder kaufen der Coop dann das, was sie brauchen, in kleineren Mengen ab.

 

 

 

 

 

 

 

Organisiert ist die Coop als Verein, wobei eine ziemliche Fluktuation herrscht. Die Coop hat zwischen 40 und 50 Mitglieder. Jedes Mitglied hat aber einen Schlüssel und kann jederzeit ins Lager. Dennoch gibt es fixe Zeiten, in denen im Radldienst Lagerbetreuung gemacht wird.

Es gibt auch ein Buddy-System, mit dem neue Mitglieder in die Coop integriert werden. Mitglied können nur Personen werden, die in einer Arbeitsgruppe aktiv mitarbeiten.

Im Lager müssen immer wieder die Lebensmittel durchgeschaut werden, schlechte entsorgt, solche mit bald ablaufendem MHD nach vorne geräumt usw. 

Sauberkeit ist natürlich auch wichtig, daher stehen alle nötigen Gerätschaften zur Verfügung.

Was uns auch gefallen hat: Es gibt Geräte, die für alle Mitglieder zugänglich sind, die man selber ohnehin nur selten braucht wie Dampfentsafter etc., auch eine Nähmaschine zum Ausleihen haben wir gesehen.

Leere Gläser für Marmeladen, Kompotte, Sirup etc. haben auch einen Platz in den Regalen. Es scheint auch so, dass von den Mitglieder selbst eingekochte Marmeladen, Essiggurkerl etc. für andere Mitglieder dort zu kaufen (?) sind. Susi hat gleich leuchtende Augen bekommen und träumt nun von der eigenen Produktion von Sauerkraut …

Sehr geschickt: Es gibt eine sehr große Kiste, die mit Styropor ausgekleidet ist und die man mit einer großen Styroporplatte verschließen kann. Verderbliche Ware wie Milch wird von den Lieferanten in diese Kiste gestellt. Möglichst zeitnah werden die Produkte von einem Mitglied in die drei vorhandenen Kühlschränke geschlichtet.

Einmal im Monat ist Plenum, bei dem alle offenen Angelegenheiten geklärt werden.

Die Bestellungen erfolgen über Google docs. Die Mitglieder tragen ihre Bestellungen ein, die Person, die für die jeweilige Bestellung zuständig ist, leitet nach Ende der Bestellfrist die Liste an den Erzeuger weiter.

Die Abrechnung erfolgt so, dass jedes Mitglied ein eigenes Kontoblatt führt, das in einem Ordner abgeheftet im Lager aufliegt. Es wird jeweils eingetragen, wie viel auf das Konto überwiesen wurde und wie viel davon für Bestellungen aufgebraucht wird.

Ein Mitglied der Coop hat ein tolles Regalsystem gebaut. Die Kisten mit den Lebensmitteln stehen schief in den Regalen, sodass man leichter sehen kann, was drinnen ist, und auch gut umräumen kann.

Mit wenigen Handgriffen sind die Regale zusammenlegbar und können mit dem Fahrrad transportiert werden.

Vielleicht gibt es ja geschickte Bastler in unserer Coop, daher noch ein Foto von dem Regalsystem.

 

 

 

 

 

 

 

Es hätte theoretisch auch etwas zu essen gegeben auf dem Straßenfest. Wir waren aber nicht hungrig. Lustig war die „Waschstraße“, wo alle ihre Teller nach dem Essen abgewaschen haben.

 

So muss man das wohl sehen: Man DARF spülen … 😉

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