Folienhaus am Biohof Mogg errichtet

Wenn alles klappt, haben wir ab 01.09. einen Lagerraum und können mit regelmäßigem Bestellen beginnen. Auch bisher haben wir ja hin und wieder schon gemeinsam eingekauft, aber es ist ein Aufwand, die Sachen dann auch einzeln an die Bestellenden zu übergeben.

Es wird also ernst und damit auch die Möglichkeit der Bestellung von Gemüse aus solidarischer Landwirtschaft. Das bedeutet, einen Anteil der Ernte eines Gemüselandwirts für ein ganzes Jahr zu erwerben und wöchentlich mit frischem Gemüse beliefert zu werden. Voraussetzung ist, einen Ort zur Verfügung zu stellen, an den für mindestens 10 (anfangs evtl. auch weniger) ErnteanteilsinhaberInnen geliefert werden kann. Und die Lieferungen kommen nachts, weil damit der Verkehr tagsüber umgangen werden kann und die Waren auch frischer ankommen.  Weitere Infos siehe: http://www.biohof-mogg.at/community-supported-agriculture/csa/was-bedeutet-csa

Um die genauen Rahmenbedingungen zu erfahren aber auch um Familie Mogg und ihren Hof besser kennen zu lernen, waren wir bereits im Frühjahr auf Besuch. Wir nutzten die Möglichkeit zur Mitarbeit und durften ein Folienhaus errichten helfen. Ein spannendes Erlebnis!

Zuerst hieß es, die Teile für den Rahmen des Folienhauses in richtiger Reihenfolge zusammenzufügen und aufzustellen. Immer zwei halbe Bögen ineinander stecken und dann auf die Schiene am Boden setzen. Auch die Verbindung oben zwischen den Bögen musste passen. Das war zu Beginn eine ganz schöne Tüftelei.

 Folienhaus Mogg 2

 Dabei war es schlau, die richtigen Kleinteile rechtzeitig bei der Hand zu haben.

Folienhaus Mogg 3

Als die 36 Meter Gerüst in der Länge standen, rollten wir gemeinsam die Folie am Boden aus.

Folienhaus Mogg 4

Und schwups die wups – mit vereinten Kräften und guter Abstimmung – zogen wir die riesige Plane über das Gestänge.

Folienhaus Mogg 5

Zuletzt – und das dauerte auch nochmal ein Weilchen – musste alles ordentlich fixiert werden.

Folienhaus Mogg 6

Vor allem die Vorbereitung der Schnüre die vielfach quer über die Folie gezogen wurden, erforderte Geduld.

Folienhaus Mogg 7

Aber schließlich stand das Folienhaus und birgt heute wahrscheinlich schon gutes Gemüse, das nach Demeter-Kriterien gezogen wird.

Folienhaus Mogg 8

Die Frauen der Familie Mogg versorgten ihre werkenden Männer/Söhne und die HelferInnen mit einem köstlichen, mehrgängigen Mittagessen. Und in der Pause hatten wir auch Gelegenheit, Richard Mogg, der den Kontakt zu den ErnteteilerInnen organisiert, einige Fragen zu stellen. So erfuhren wir, dass das Gemüse selbst vorgezogen, angebaut und geerntet wird. Die Lieferungen erfolgen nachts, der Fahrer braucht nur einen Schlüssel oder Zugang zum Lager und sowohl ganze als auch halbe Anteile können erworben werden. Das Gemüse kommt en gros inkl. einer Liste, wieviel ein Ernteanteil umfasst. Der jeweilge Anteil muss dann selbst abgewogen und entnommen werden.

Dieser Ausflug war also sowohl informativ als auch produktiv.  Wir haben den Tag genossen und sind schon sehr gespannt, wie  es uns mit dem Bezug, der Aufteilung und der Verarbeitung des Gemüses aus solidarischer Landwirtschaft in unserer Food X gehen wird!

Wir sind übrigens immer noch offen für neue Mitglieder!

 

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