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Wurzelkorma

Darf ich raten, dass jetzt die eine oder andere „Koma“ gelesen hat? Also mir zumindest ist das passiert, als ich zum ersten Mal von Korma gelesen habe. Dabei ist Korma oder auch Qorma eine Zubereitung mit einer lange zurückreichenden Geschichte. Das Wort bedeutet “schmoren” und es ist eine indische Curry-Variante. Charakteristisch für ein solches Curry ist das Schmoren mit Wasser bzw. Gemüsefond mit vielen Gewürzen. Es werden oft gemahlene Nüsse zum Andicken oder auch ganze Nüsse zum Verfeinern und Dekorieren verwendet. Ganz am Ende kommt Joghurt dazu, das dann auf keinen Fall aufgekocht werden darf, weil es sonst ausflockt. Also das Essen ist dann natürlich noch genießbar, aber schön schaut es nicht mehr aus. Dazu isst man Naan, indisches Fladenbrot, oder Basmati-Reis. Naan ist übrigens sehr leicht selber zu machen, hier ein Rezept. Am nächsten Tag könnte man ein Linsencurry einplanen, dann zahlt sich das Backen auch aus.

Knollenziest und Topinambur auf Balkonien

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Putzen mit Backpulver

Es gibt einen Grund, warum es bei uns immer Nicht-Bio-Backpulver im Haushalt gibt: Das nehme ich gern zum Putzen und es ist doch deutlich billiger als die Bio-Variante. Bisher habe ich das immer rund um Armaturen in Küche und Bad verwendet. Einfach aufstreuen, feucht machen, einwirken lassen, mit einem alten Zahnbürstel um die Armatur herumfahren, fertig. Nun habe ich letztens auf einer amerikanischen Haushaltsseite gesehen, dass das auch bei Holz geht, dass man mit Backpulver putzt. Im Schlafzimmer haben wir ein Sideboard aus Vollholz stehen, da schläft nachts unser Schmutzhund davor und dreckelt das Kastel ordentlich ab. Ich will nicht mit irgendwelchen Hammer-Putzmitteln putzen, die natürlichen haben leider nicht gut gewirkt. 

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Glögg

Wie Astrid hier geschrieben hat, haben wir vor ein paar Wochen einige sehr erfreuliche Stunden im Zoom Kindermuseum verbracht. Es hat so unglaublich gut getan, sich wieder einmal wie ein Kind anstellen zu dürfen, mit Farben herumpatzen, sich schmutzig machen, nicht funktionieren zu müssen, sondern einfach etwas zu tun, weil es Freude macht.

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Rote Zwiebelmarmelade

Nachdem es auf gar keinen Fall passieren sollte, dass in einer Food Coop Lebensmittel kaputt werden, habe ich letztens alle roten Zwiebeln, die noch auf Lager waren, mit nach Hause genommen und eingekocht. 

Nachdem wahrscheinlich niemand so irre ist wie ich und so viel einkocht, habe ich im Rezept die Menge auf 1 kg Zwiebel runtergerechnet, was weitaus haushaltsfreundlicher ist. Ich hatte das unglaubliche Vergnügen, 2,7 kg Zwiebel schälen und klein schneiden zu dürfen. Wenn man so viel Zwiebel zu bewältigen hat, dann hilft übrigens nur die Taucherbrille.

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Flammkuchen mit Birne und Bündnerfleisch

Flammkuchen ist die deutsche Variante der Pizza. Denkbar einfach zu machen und wundervoll wandelbar. Bei uns kommt Flammkuchen öfter auf den Tisch, denn man kann den Germteig ruhig ansetzen und für ein paar Tage im Kühlschrank parken. So wird das ein sehr schnelles und unkompliziertes Essen. Wichtig ist nur: Germteig ansetzen, in eine geölte Dose mit gut schließendem Deckel geben, eine Stunde bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann erst in den Kühlschrank geben.

Bei dieser Variante habe ich zwei Zutaten unserer Lieferanten verarbeitet: Bündnerfleisch vom Steiner und eine Birne vom Fischer.

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Pfirsichkompott

Das wird es ja nun gewesen sein mit den heimischen Pfirsichen für dieses Jahr – zumindest mit den großen. Die kleinen Weinbergpfirsiche gibt es noch bis Ende August. Ich habe einige von den großen Pfirsichen eingekocht und Kompott gemacht. Mit Vanille. Das heißt, das Kompott hat schwarze Punkte drinnen und schaut daher unsauber aus für Leute, die noch nie richtige Vanille gesehen haben. Aber ich finde Vanille im Pfirsichkompott unverzichtbar.

Man braucht dazu auf jeden Fall Kerngeher, also Pfirsiche, deren Fruchtfleisch nicht mit dem Kern verwachsen ist, sondern wo das Fleisch vom Kern geht – daher der Name. Wir haben Glück mit unserem Lieferanten, denn der hat nur solche Pfirsiche.

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Marillen im Mohnmantel

So schaut weißer Mohn aus. Es geht aber sicher auch Blau- oder Graumohn für dieses Rezept.

Nachdem Gerhard schon so viel über Mohn geschrieben hat, muss ich doch sofort ein Mohnrezept nachreichen. Passt auch gut zur Jahreszeit, denn noch gibt es Marillen – wobei ich sicher bin, das klappt auch gut mit Pfirsichen, am besten kleinen Weingartenpfirsichen (nicht die flachen französischen Saturn, sondern die heimischen kleinen, runden, super schmeckenden Krewegerl). Ganz FoodCoop-ungeeignet habe ich eine Bezugsquelle für Weingartenpfirsich: die Liesi am Favoritner Bauernmarkt. Das ist die alte Frau, die nur Freitag und Samstag am Markt verkauft. Wenn man Richtung Viktor Adler-Markt schaut, steht sie ungefähr in der Mitte auf der rechten Seite. Sie hat Sachen von Bauern aus ihrer Wohnumgebung und bessert sich auf diese Weise ihre schmale Rente auf. Übrigens hat sie auch die besten Zwetschken (ja, richtige Hauszwetschken) am Bauernmarkt, aber halt erst dann, wenn Zwetschkenzeit ist. Mit Zwetschken und Powidl sollte das Rezept übrigens auch gut schmecken, habe ich aber noch nicht ausprobiert.

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